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Die motivierende Kraft von Visionen: Die Entwicklung und Testung eines Modells der motivationalen Wirkung von Visonen in der intuitiven und strategischen Handlungsregulation (gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft).

Projektleiter:

Dr.phil. Maika Rawolle

Projektbeschreibung:

Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Testung eines integrierten Modells der motivationalen Wirkung von Visionen. Visionen sind „mentale Bilder von einer erstrebenswerten und erreichbaren Zukunft, die regelmäßig im Gedankenfluss auftauchen“ (Rawolle, 2010, S. 89). In der Führungsforschung gilt die Vision als Kernelement charismatischer Führung (z. B. Bass, 1990; Conger & Kanungo, 1987), welches die Mitarbeitermotivation fördert (Bass, 1985; Strange & Mumford, 2005). Ergebnisse des Vorgänger-Projektes belegen nun, dass Visionen über die Anregung des impliziten Motivationssystems wirken (Rawolle, 2010). Menschliches Verhalten wird jedoch nicht nur durch das implizite, sondern auch durch das explizite Motivationssystem bestimmt (McClelland, Koestner & Weinberger, 1989). Ein umfassendes Verständnis der motivationalen Wirkung von Visionen erfordert somit auch die Betrachtung des expliziten Motivationssystems. Deshalb soll im hier zu beantragenden Projekt ein integriertes Modell der motiva­tionalen Wirkung von Visionen entwickelt und empirisch getestet werden, das die Wirkung von Visionen auf das implizite und das explizite Motivationssystem, das Zusammenspiel dieser beiden Subsysteme sowie ihre langfristige Wirkung auf den Handlungserfolg beschreibt. Diese Ziele werden in sechs Studien realisiert: Studien 1 bis 4 dienen der empirischen Über­prüfung des theoretischen Modells zur Visionswirkung in seinen Teilkomponenten, während Studien 5 und 6 das Gesamtmodell prüfen und dabei als Längsschnittstudien besonderes Augenmerk auf die Effekte von Vision auf den langfristigen Handlungserfolg legen.

gefördert durch:

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)