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Motivkongruenz und ihre Auswirkungen auf das Flow-Erleben

Projektleiter:

Dipl.-Psych. Kaspar Schattke, Prof. Dr. Hugo M. Kehr

Projektbeschreibung:

Flow-Erleben beschreibt den Zustand des gänzlichen Aufgehens in einer Tätigkeit. Nach Csikszentmihalyi (1975) ist die zentrale Voraussetzung von Flow-Erleben die Passung von Anforderungen und Fähigkeiten. Neben dieser Passung scheinen auch Motive einen Einfluss auf das Flow-Erleben zu haben. So stellte Rheinberg (2002) die Flow-Hypothese zur motivationalen Kompetenz auf. Darin geht er davon aus, dass Flow insbesondere dann entsteht, wenn implizite und explizite Motive übereinstimmen.
In seinem Kompensationsmodell der Motivation und Volition verbindet Kehr (2004) die Ansätze von Csikszentmihalyi (1975) und Rheinberg (2002). Er postuliert, dass die Bedingungen für Flow dann gegeben sind, wenn die tätigkeitsrelevanten Fähigkeiten nicht zu niedrig sind, die Tätigkeit zu den aktuellen affektiven Präferenzen (als Korrelat angeregter impliziter Motive) passt und keine unpassenden kognitiven Präferenzen (als Korrelat angeregter expliziter Motive) vorliegen. Im Gegensatz zu Csikszentmihalyi (1975) nimmt Kehr (2004) jedoch an, dass auch bei hohen Fähigkeiten und niedrigen Anforderungen Flow entstehen kann, sofern die o.g. Bedingungen erfüllt sind.
Im Forschungsvorhaben werden die aus dem Kompensationsmodell abgeleiteten Annahmen über das Flow-Erleben experimentell geprüft. Dazu wird in drei Experimenten jeweils einer der drei Faktoren des Modells systematisch variiert, während die anderen beiden konstant gehalten werden.